Amazon Graben spendet Fire Tablets an Lebenshilfe Augsburg

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Digitalisierung als Hilfe zur Selbsthilfe – ein Szenario, das für Martin Tielke in die Zukunft weist. Der Sozialpädagoge arbeitet als Organisationsentwickler bei der Lebenshilfe Augsburg. Er möchte die Heilpädagogische Tagesstätte fit für die digitale Zukunft machen. Amazon Graben spendete dafür Amazon Fire Tablets.

„In der sozialen Interaktion mit unseren autistischen Kindern stoßen wir immer wieder an Grenzen“, erklärt Martin Tielke. „Bislang haben wir über Bildtafeln kommuniziert. Draußen oder bei einem Ausflug stehen diese aber nicht zur Verfügung. Hier eröffnen mobile Geräte, wie sie uns Amazon gespendet hat, ganz neue Möglichkeiten.“ In einem extra angefertigten Riesenpaket überreichte Standortleiter Johannes Weingärtner die Amazon Fire Tablets.

Kleine App, große Hilfe

Auf die Geräte können von Experten entwickelte Sprach- und Bilder-Apps heruntergeladen werden. Sie dienen den Kindern als Kommunikationshilfe. „Amazon ist ein Technologieunternehmen. Es ist uns ein Anliegen, dass unsere Technologie auch in solch sensiblen Bereichen unterstützt und die Situation dieser Kinder verbessert“, sagt Johannes Weingärtner.

Im kommenden Herbst möchte sich Martin Tielke mit seinem Team bei „digital.engagiert“ bewerben. Die Förderinitiative von Amazon und dem Stifterverband unterstützt bei der Digitalisierung gemeinnütziger Projekte. „Es gibt keine spezielle App für Kinder mit geistiger Behinderung, die alles abdeckt was unsere Kinder und Jugendlichen im Alltag benötigen“, weiß Martin Tielke. „Wir werden eine Arbeitsgruppe aus Therapeuten und pädagogischen Mitarbeitern bilden. Gemeinsam möchten wir für und mit unseren Kindern und Jugendlichen eine neue Form der Kommunikation entwickeln.“

Ein starker Partner für Kinder

210 Kinder und Jugendliche besuchen die Heilpädagogische Tagesstätte Augsburg. Dort erhalten sie Förderung und Betreuung in lebenspraktischen und freizeitpädagogischen Bereichen, aber auch therapeutische Angebote. „Wir orientieren uns dabei an den Fähigkeiten und Stärken der Kinder und Jugendlichen. Es geht uns darum, sie für eine möglichst selbständige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben vorzubereiten.“ Eine Arbeit, die sehr viel Geduld und Kraft, aber auch Lernbereitschaft erfordert. Dennoch ist das Engagement von Martin Tielke und seinen Kollegen ungebrochen: „Für Kinder mit Einschränkung ist es teilweise nicht einfach Gehör zu finden. Dafür brauchen sie einen starken Partner wie die Lebenshilfe an ihrer Seite“, sagt er. „Und manchmal auch ein wenig Technik.“