Amazon im Dialog: Wie gelingt Nachbarschaft auf 110.000 Quadratmetern?

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Gute Nachbarn

Foto: Sandra Lehmann/LOGISTIK HEUTE

Wie können 110.000 Quadratmeter Logistikzentrum heimisch werden in einer Nachbarschaft? Und welche Innovationen sind notwendig, um mitten in einer gewachsenen Großstadt Kunden von der Prime Now Station aus in einer Stunde beliefern zu können? Im Rahmen einer Veranstaltung von LOGISTIK HEUTE diskutierten über 70 Branchenexperten in München unter anderem diese wichtigen Herausforderungen für alle Logistiker.

Neben dem umfangreichen Vortragsprogramm mit vielen Unternehmen aus der Branche gehörten zwei Exkursionen in die Logistik-Praxis dazu: Die Prime Now Station im Herzen der Münchener Innenstadt und am zweiten Tag das Amazon Logistikzentrum in Graben. Deutlich wurde im Vergleich, wie Amazon etablierte Prozesse aus den großen Logistikzentren in der viel kleineren Station kopiert, und wo smarte Anpassungen notwendig sind. Die chaotische Lagerhaltung und die Verwendung von Handscannern zum Beispiel funktionieren in München analog zu den Prozessen in Graben oder jedem anderen Amazon Logistikzentrum. Eine smarte Neuerung in München ist der Einsatz von E-Mobilität bei der Auslieferung durch die Lieferpartner. Zum ersten Mal gezeigt wurde einer der beiden e-Vans, die jetzt neben den e-Cargobikes und den normalen Lieferwagen eingesetzt werden.

Der Schwerpunkt des Besuchs der Expertendelegation im Logistikzentrum Graben war der Aufbau nachbarschaftlicher Beziehungen rund um Logistikansiedlungen. „Amazon will ein guter Nachbar sein“, fasste Senior-Operations-Manager Jochen Stepczynski seinen Vortrag zusammen. Gute Nachbarschaft beruht auf Vertrauen, und das muss wachsen – so formulierten die Teilnehmer das Resümee der Exkursion. Das bedeutet nicht nur das Engagement bei lokalen Organisationen, wie es Amazon im Rahmen von „Amazon gemeinsam“ betreibt. „Wir haben die Tür geöffnet, und wir laden auch mal eine Seniorengruppe der VHS auf Kaffee und Kuchen ein“, erzählt Jochen Stepczynski.