Amazon Koblenz ist fit für die Zukunft

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Bei Amazon in Koblenz wurden 3.000 Regale umgebaut.

Bei Amazon in Koblenz wurden 3.000 Regale umgebaut.

Das Amazon Logistikzentrum in Koblenz investiert in diesem Jahr über drei Millionen Euro in die Modernisierung des Standortes. „Neben dem Umbau des Picktowers, wurden die Förderanlage und die Packlinien erweitert und zwei Vakuumlifter installiert. Darüber hinaus werden zwei sogenannte Autopack-Maschinen gekauft. All diese Maßnahmen tragen zur Entlastung der Mitarbeiter bei und machen das Logistikzentrum fit für die Zukunft“, sagt Standortleiter Nikolai Lisac.

Standortleiter Nikolai Lisac und sein Team machten Amazon Koblenz fit für die Zukunft.

Standortleiter Nikolai Lisac und sein Team machten Amazon Koblenz fit für die Zukunft.

„Vor einem Jahr hatten wir mehrere Verbesserungsprojekte zusammen mit unseren Mitarbeitern, in denen wir uns damit beschäftigt haben, wie wir den Prozess des Einlagerns vereinfachen können und so unsere Mitarbeiter unterstützen“, berichtet Tobias Flath, Change Manager am Standort Koblenz. Das Ergebnis war das Konzept für den Umbau des Picktowers und die Einführung der sogenannten Hybrid Regale. „Früher gab es drei Regaltypen für Waren aus der Kategorie BMVD (book media video dvd), mittlere und große Produkte sowie Schubladenregale für kleine Produkte. Die neuen Regalreihen halten nun Fächer für alle Produktgrößen bereit“, erklärt Simon Breitbach, Area Manager in Koblenz.

Nach einer erfolgreichen Testphase wurden insgesamt 3.000 Regale nach den neuen Vorgaben und unter ergonomischen Gesichtspunkten umgebaut und somit deren Auslastung verbessert. Beispielsweise werden kleinere Artikel nun in der optimalen Griffhöhe für die Mitarbeiter eingelagert. Die Tatsache, dass Produkte unterschiedlichster Kategorien in einem Regal zu finden sind, reduziert die Gangwechsel und somit auch die Laufwege. „Außerdem werden in den größeren Regalfächern anstelle unterschiedlicher Produkte nur mehr dieselben Produkte in einer höheren Stückzahl eingelagert. Das führt dazu, dass die Picker beim Entnehmen der Ware automatisch nach dem richtigen Produkt greifen“, ergänzt Simon. Der Umbau des Picktowers wurde 2016 innerhalb von fünf Monaten bereits zur Hälfte umgesetzt und wird 2017 fortgeführt.

Insgesamt wurden bisher rund 8.000 Arbeitsstunden für den Umbau des Picktowers aufgewendet. Es wurden 4.250 Regalfelder umgebaut und Material für 3.000 Regale bewegt. Das sind 21.000 Regalböden, 81.000 Regalteiler, 18.000 Regalecken, 48.000 Regalbegrenzer, 36.000 Schubladen und rund 1 Million Produkte.Insgesamt wurden bisher rund 8.000 Arbeitsstunden dafür aufgewendet. Es wurden 4.250 Regalfelder umgebaut und Material für 3.000 Regale bewegt. Das sind 21.000 Regalböden, 81.000 Regalteiler, 18.000 Regalecken, 48.000 Regalbegrenzer, 36.000 Schubladen und rund eine Million Produkte.

Vakuumlifter und Fördertechnik entlasten Mitarbeiter

Aktuell installiert das Amazon Logistikzentrum in Koblenz außerdem weitere Packlinien und investiert über 1,4 Millionen Euro in den Ausbau der Förderanlage. Diese reicht nun vom Wareneingang, über den Pick Tower und den Packbereich, bis hin zum sogenannten Palettenland und der Hazmathalle, jenen Bereichen, wo Produkte auf Paletten in großen Stückzahlen oder Gefahrengüter gelagert sind. „Die Erschließung mit der Fördertechnik bedeutet eine weitere Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter“, erklärt der Change Manager.

„Die Investition in zwei Vakuumlifter für den Bereich Wareneingang stellt eine weitere Modernisierungsmaßnahme am Standort dar“, erklärt Standortleiter Nikolai Lisac. Aus gesundheitlichen Gründen dürfen die Mitarbeiter nur Pakete bis zu einem Gewicht von 15 Kilogramm tragen. Mithilfe der sogenannten Vakuumlifter können nun auch schwerere Produkte gehoben werden ohne den Rücken und die Gelenke der Mitarbeiter dauerhaft zu belasten. Die Hebevorrichtung saugt sich an der Oberfläche des Paketes fest und kann diese mühe- und gefahrenlos durch den entstehenden Unterdruck anheben.

Die sogenannten Autopack-Maschinen produzieren maßgeschneiderte Kartonagen.

Die sogenannten Autopack-Maschinen produzieren maßgeschneiderte Kartonagen.

Außerdem wurden Mitte November zwei Verpackungsmaschinen (sogenannten Autopack-Maschinen) installiert. Die Geräte werden nicht nur die Arbeit der Mitarbeiter erleichtern, sie verringern auch den Verbrauch an Kartonage, da diese für jedes Produkt maßgeschneidert werden. Das reduziert Kosten und schont die Umwelt. Die Maschinen werden im Jahr 2017 an die bestehende Fördertechnik angeschlossen. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf über 1,5 Millionen Euro.

Blick aktuell und SWR Landesschau aktuell Rheinland-Pfalz haben über die Investitionen am Standort Koblenz berichtet.

  • Die sogenannten Autopack-Maschinen produzieren maßgeschneiderte Kartonagen.
  • Der Vakuumlifter übernimmt das Heben von schweren Paketen für die Mitarbeiter.
  • Bei Amazon in Koblenz wurden 3.000 Regale umgebaut.
  • Standortleiter Nikolai Lisac und sein Team machten Amazon Koblenz fit für die Zukunft.
  • Seit dem Ausbau erschließt die Förderanlage auch das sogenannten Palettenland und die Hazmathalle.
  • So sehen die sogenannten Hybrid Regale, die in Koblenz eingebaut wurden, aus.
  • Das Palettenland musste umziehen.