Alles auf Knopfdruck: Der CubiScan

,
Giuseppina Iovane, Amazon-Mitarbeiterin am Standort Graben, zeigt die Arbeit am CubiScan.

Giuseppina Iovane, Amazon-Mitarbeiterin am Standort Graben, zeigt die Arbeit am CubiScan.

„Erfinden und Vereinfachen“ ist eines der wichtigsten Prinzipien bei Amazon. In unseren Logistikzentren arbeiten wir ständig daran, Prozesse einfacher, effizienter und sicherer zu machen. Dabei setzen wir auf modernste Technologie. Der CubiScan ist eine davon. Mit seinen Funktionen sorgt er dafür, dass jeder Artikel den perfekten Lagerplatz findet.

Von außen wirkt das Gerät unauffällig, im Inneren steckt der CubiScan aber voller Hightech und ist unter anderem mit einer hochgenauen Waage und ausgeklügelten Ultraschallsensoren ausgerüstet. Er ist ein Beispiel dafür, wie Innovationen die Arbeitsabläufe in den Amazon-Logistikzentren vereinfachen.

Was macht der CubiScan?

Mit dem CubiScan registrieren Mitarbeiter im Wareneingang jeden Artikel, der zum ersten Mal in unseren Logistikzentren angeliefert wird. Ob es sich um ein komplett neues Produkt handelt oder eine neue Farbvariante: Damit Amazon-Kunden das richtige Produkt bekommen, muss es mit den richtigen Daten im System hinterlegt sein. Der CubiScan ermittelt auf Knopfdruck Gewicht, Höhe, Länge und Breite. Der gesamte Arbeitsschritt dauert nur ein bis zwei Sekunden und ist auf zwei Millimeter bzw. zwei Gramm genau. Diese Daten werden vollautomatisch in das Warensystem für alle europäischen Logistikzentren übertragen, dort gespeichert und wir wissen für das gesamten Sortiment genau, wie viel Platz die einzelnen Artikel benötigen und welches Gewicht sie haben.

Das hat eine ganze Reihe von Vorteilen: Der CubiScan ermöglicht eine optimale Ausnutzung des Lagerplatzes. Würden wir beispielsweise Artikel zu weiträumig lagern, würden sich die benötigte Fläche und damit auch die erforderlichen Fußwege deutlich erhöhen. Die durch den CubiScan ermittelten Daten helfen mit, die Wege für Mitarbeiter so kurz wie möglich zu halten.

Außerdem ermöglichen sie, die optimalen Verpackungen der Bestellungen zu finden. Mitarbeiter, die die Artikel verpacken, müssen also nicht erst überlegen, welcher Karton für das jeweilige Produkt der richtige ist, sondern die Amazon-Software weist automatisch den am besten geeigneten Karton zu – vor allem bei Multi-Bestelllungen ein enormer Vorteil. Davon profitiert am Ende auch die Umwelt, denn wir setzen stets die am besten geeignete Verpackung ein und reduzieren so den Aufwand. Außerdem können wir Händlern, die ihre Artikel über Amazon anbieten und unseren Versand nutzen, faire Preise dafür anbieten, da wir den exakten Platzbedarf für ihre Produkte kennen.

Große Anwenderfreundlichkeit

Der CubiScan ist vollständig auf Anwenderfreundlichkeit ausgerichtet. Er lässt sich ungefähr so leicht bedienen wie ein Kaffeeautomat. Der Gegenstand, der vermessen werden soll, muss einfach nur richtig auf dem Gerät platziert werden. Den Rest erledigt der CubiScan vollautomatisch auf Knopfdruck. Trotzdem brauchen Mitarbeiter, die am CubiScan arbeiten, immer noch ein gutes Augenmaß. Denn bei manchen außergewöhnlichen Formen oder verformbaren Gegenständen wie Bällen oder Kissen können die Sensoren Daten falsch erfassen. Das lässt sich aber schnell erkennen und beheben. Zudem ist Aufmerksamkeit immer dann erforderlich, wenn für einen angelieferten Artikel ausnahmsweise falsche Abmessungen im System hinterlegt sind. In solchen Fällen müssen die Gegenstände einfach mit dem CubiScan erfasst und die vorhandenen Daten überschrieben werden.

Trotz allem gibt es noch Fälle, in denen Mitarbeiter im Inbound heute noch selber Hand anlegen. Einige Artikel wie beispielsweise Matratzen, Möbel oder große Sportgeräte passen nämlich nicht in den CubiScan. In diesen Fällen liefert das Gerät zwar das korrekte Gewicht, die Maße erfassen die Mitarbeiter aber per Handarbeit. Alles in allem ist der CubiScan ein hervorragendes Beispiel für das Prinzip „Erfinden und Vereinfachen“. Diese technische Innovation an einer einzigen Stelle wirkt sich positiv auf unzählige Prozesse im gesamten Logistikzentrum aus.

Der vollständige Artikel ist in der Amazon-Mitarbeiterzeitschrift A-Z, Ausgabe Q1 2016 erschienen.